Liebe in all ihren Fassetten | Rosani Reis auf Consol

Gelsenkirchen, 25.10.2012 | Rosani Reis strahlt. Hat sie doch gerade ein glanzvolles Konzert bei "GEjazzt auf Consol" in Gelsenkirchen gegeben. Und auch ihre Mitstreiter Joao Luis Nogueira (GItarre), Márcio Tubino (Saxophon, Flöte, Percussion), Juan Camilo Villa (Bass) und Angela Frontera (Percussion) schauen rund um zufrieden drein. Ausverkauftes Haus und beste Stimmung.

Neben Rosani Reis war es vor allem Angela Frontera, die mit ihrem höchst engagierten Spiel das Publikum regelrecht von den Stühlen riss. Druckvoll, rythmisch zelebrierte das Quintett die Musik und Lebensfreude ihrer brasilianischen Heimat Minas Gerais. Afrobrasilianische Einflüsse, neben Rhythmen wie Jongo, Congado, Mozambique oder Samba, gewürzt mit einer Prise Jazz. Die Stücke, Eigenkompositionen und Kompositionen namhafter brasilianischer Komponisten wie Santos oder Jobim. Die Themen, Liebe in all ihren Fassetten.

Mit Ihrer wunderbaren Stimme und einer eindrucksvollen Gestik, Mimik und auch Tanz weiß Rosani Reis das Publikum für ihre Musik zu begeistern. Und im Hause Reis meldet sich auch schon der musikalische Nachwuchs an. Cool begleitete Sohn Noah ihre Mutter bei einem Stück auf der Cajun. Ein wunderbarer Moment. Aber nicht nur auf der Bühne war es beeindruckend. Auch das Publikum erfreute die Initiatoren von der Gelsenkirchener JazzInitiative (GEjazzt). Trotz Schalke-Spiel und so manchem hochkarätigen alternativem Kulturangebot in Gelsenkirchen, kam eine bunte Mischung von jung und alt ins Consol Theater und feierte ihre Lokalmatadorin.

Eine charismatische Sängerin mit einer authentischen Band, die ihre Zuhörer mit übersprühender Lebensfreude fesselte. Zwei Zugaben und standing ovations waren der verdiente Lohn für dieses klasse Konzert.

Text & Fotos: Bernd Zimmermann